Verluste durch fondsgebundene Lebensversicherungen – Ein Praxisbeispiel

„Fondsgebundene Lebensversicherungen waren bereits von Anfang an völlig untauglich, je einen Gewinn zu erwirtschaften. Statt hoher Renditen werden satte Verluste eingefahren“, EAS (Erste Allgemeine Schadenshilfe).

Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen erhält der Versicherungsnehmer ein Fixum sowie einen variablen Anteil. Je höher die Vorkostenrendite ist, desto höher sind die Erfolgsbeteiligungen, welche den Ertrag wieder verringern:

  • Bei acht Prozent Vorkostenrendite kann nur eine Nullrendite realisiert werden.
  • Bei zwölf Prozent kann maximal eine einprozentige Rendite – anstatt der versprochenen vier Prozent – erzielt werden.
  • Bei zwanzig Prozent können maximal fünf Prozent Rendite (anstelle der versprochenen zwölf) erwirtschaftet werden.

In sämtlichen Versicherungsprospekten wurden Lebensversicherungen jedoch mit riesigen Renditen angepriesen. Darin wurden allerdings die Renditen der Lebensversicherung (Nachkosten) mit Instrumenten wie Fonds vergleichen, welche Vorkosten diese Renditen erzielt haben. Wenn also ein Fonds Vorkosten von sieben Prozent erwirtschaftet (Vorkostenrendite), hat man den Kunden gesagt, dasselbe würde eine Lebensversicherung erwirtschaften.

Das ist jedoch von Haus aus ausgeschlossen, weil der Abrieb durch anfallende Initialkosten wie Abschlusskosten, Provisionen, Ausgabenaufschläge, etc. in der Lebensversicherung so hoch ist, dass für den Kunden gar nichts mehr herauskommen kann (Nachkostenrendite), wenn Vorkosten von sieben Prozent erzielt werden.

Ein Beispiel:

Einzahlungsbetrag: 100.000 EUR

- 20% Nebenkosten: - 20.000 EUR

Nettoveranlagungssummer: 80.000 EUR

Von der Veranlagungssumme sind nun noch die Kosten des Fonds und der Lebensversicherung abzuziehen. Außerdem wird die Nettoveranlagungssumme wiederum in andere Anleihen angelegt, die wiederverkauft werden und so noch weitere 20 Prozent des eingezahlten Kapitals vernichten.

Nach Abzug der Kosten der Lebensversicherung für 12 Jahre bleiben von der ursprünglichen Nettoveranlagungssumme in Höhe von 80.000 EUR nur noch ca. 65.000 EUR übrig. Der Versicherte hat nominell 35.000 EUR verloren, real sogar 50.000 – obwohl er beim Versicherungsabschluss der Meinung war, ein Garantieprodukt gekauft zu haben.