Prozesskostenfinanzierung: Was das ist und warum Sie es brauchen könnten

Stellen Sie sich vor, Sie zahlen an der Supermarktkasse und die freundliche Kassiererin gibt Ihnen – ohne, dass Sie es merken – zu wenig Wechselgeld raus. Erst Tage später bemerken Sie den Betrug, gehen zurück und reklamieren. Doch die Dame weigert sich, den Betrug zuzugeben. Sie geraten in Rage, drohen mit einer Anzeige und Klage. Doch seien Sie ehrlich: Ziehen Sie es wirklich in Betracht, den Rechtsweg zu wählen? Nein, denn die Aussicht auf einen langwierigen, kostenfressenden und risikoreichen Prozess schreckt Sie ab. Zwar geht es in diesem Fall nur um ein paar wenige Euro, die Sie durchaus verschmerzen können, aber aus genau den selben Gründen meiden zahlreiche Betroffene davor zurück, auch bei größeren Verlusten durch Betrug, ihr Recht einzufordern. Was tun sie stattdessen? Sie nehmen den Schaden einfach hin.

Lösen wir uns nun vom Beispiel des Supermarkts und sehen wir uns eine Branche an, in der die Anzahl der Geschädigten, die vor riskanten Gerichtsverfahren zurückschrecken, überraschend hoch ist – und das, obwohl Sie als Anleger wesentlich größerem finanziellen Schaden gegenüberstehen als an der Supermarktkassa: Der Finanz- und Versicherungsbranche. Den Schaden einfach hinnehmen: muss nicht sein, denn die Lösung für das Problem heißt Prozesskostenfinanzierung. Das gilt natürlich auch für andere Branchen. Denken Sie zum Beispiel an den jüngsten Abgasskandal, wo tausende Verbraucher mutwillig vom Automobilhersteller hinters Licht geführt wurden. Auch hier kann eine Prozesskostenfinanzierung die Lösung für die Geschädigten sein.

Ist Prozesskostenfinanzierung für mich sinnvoll?

Prozesskostenfinanzierung ermöglicht geschädigten Anlegern oder Verbrauchern, die z.B. von Banken und Versicherungen regelrecht abgezockt wurden, faire Prozesse zur Durchsetzung berechtigter Ansprüche und das ohne finanziellem Risiko. Ideal ist die Prozesskostenfinanzierung als Alternative für all jene, die nicht über die notwendigen Finanzmittel oder eine entsprechende Rechtsschutzversicherung verfügen, um Ihre Ansprüche auf eigene Faust geltend zu machen.

Bei der Prozesskostenfinanzierung treten Klientinnen und Klienten das Kostenrisiko an den Finanzier ab und beteiligen ihn im Gegenzug zu einem vereinbarten Prozentsatz im Erfolgsfall. Die Einschaltung eines Prozesskostenfinanzierers ist dabei erst ab einer bestimmten Höhe der Gesamtschadenssumme empfehlenswert. Viele Prozesskostenfinanzierer werden erst ab einem Streitwert von mindestens 100.000 EUR tätig. Zudem sind viele Prozesskostenfinanzierer auf bestimmte Branchen spezialisiert.

Die EAS an Ihrer Seite

Die liechtensteinische Erste Allgemeine Schadenshilfe AG (EAS), die Initiator von www.geldkämpfer.at ist, ist vor allem Spezialist für geschädigte Kapitalmarktanleger. Ihr Kerngeschäft umfasst die Finanzierung von Schadensprozessen, aber auch den Ankauf und die Durchsetzung von Forderungen aus dem Wertpapier- und Kapitalmarktrecht. Derzeit unterstützt die EAS mehr als 100 Schadenersatz- und Rechtsschutzdeckungsansprüche gegen Banken und Versicherungen.