Haus abgebrannt und falsch versichert: EAS-Rechtsanwälte klagen Versicherung und holen 530.000 Euro Schadenersatz

Das Eigenheim, in das man viel Energie, Zeit und vor allem Geld investiert hat, brennt ab – das ist wohl eines jener Szenarien, vor dem sich sicher jeder fürchtet. Genau deshalb schließen die meisten auch Versicherungen ab - um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. So auch Herr W. – gebracht hat es ihm aber nichts.

Als sich der Tiroler Herr W. 2012 entschied, sein Haus um ein weiteres Stockwerk zu erweitern, rief er seinen langjährigen Versicherungsagenten der Donau Versicherung AG an und bat um die „richtige“ Versicherung.

Herr W. wusste aber nicht, dass sich sein Agent, dem er vertraute, zu diesem Zeitpunkt schon seit einem Jahr in Pension befand. Ohne Herrn W. darüber aufzuklären, kontaktierte dieser seinen Nachfolger bei der Versicherung und gemeinsam füllten Sie das Versicherungsantragsformular aus. Um Herrn W. dafür nicht persönlich aufsuchen zu müssen, fälschte sein Berater sogar die Unterschrift von Herrn W.

Der pensionierte Agent erkundigte sich vor Abschluss des Vertrages weder nach der Größe des geplanten Baus, noch forderte er Baupläne oder den Baubescheid an. So konnte er gar nicht anders als die falsche Versicherungssumme zu berechnen – eine Unterversicherung war vorprogrammiert.

Kurz vor Fertigstellung des neuen Stockwerkes brannte es Mitte 2013 aus. Auch die restlichen beiden Stockwerke wurden durch den Brand und die Löscharbeiten komplett zerstört. Herr W. kontaktiert daraufhin seine Versicherung:

Diese sah sich aufgrund der niedrigen Versicherungssumme dafür jedoch nicht zuständig!

Trotz des massiven Fehlverhaltens des pensionierten Versicherungsagenten hat die Donau Versicherung AG alles versucht, um die Zahlung des Schadens zu verhindern und nur eine unzureichende Abschlagszahlung erbracht. Nach Abbrennen seines Hauses konnte Herr W. sich die Prozess- und Anwaltskosten gegen dieses Vorgehen nicht leisten. Deshalb wendete er sich an die Erste Allgemeine Schadenshilfe AG (EAS).

Erfolg vor Gericht und 530.000 Euro Schadenersatz

Nach jahrelangem Prozess, vier Sachverständigen und mehreren abgelehnten Vergleichsvorschlägen hat das Gericht Herrn W. nun einen Schaden von rund 530.000 Euro zugesprochen – mehr als doppelt so viel, als vom pensionierten Versicherungsagenten als Versicherungssumme angegeben.

Das Gericht folgte der Argumentation erfahrener EAS-Rechtsanwälte, dass eine besonders ausführliche und persönliche Beratung des Herrn W. erforderlich gewesen wäre. Als Laie hätte er aus der Polizze die Gefahren einer Unterversicherung nicht ableiten können. Es wäre die Aufgabe des Versicherungsagenten gewesen die notwendigen Daten von Herrn W. zu besorgen, die genauen Ziele abzuklären und dadurch die passende Versicherung zu finden.

Dank der EAS-Prozessfinanzierung und -begleitung kann Herr W. nun beruhigt und ohne Schulden in die Zukunft blicken.

Versicherungen wissen im Schadensfall ganz genau, wie sie vorgehen müssen, damit diese nicht bzw. nicht in voller Höhe Schadenersatz leisten müssen. Holen Sie sich als Geschädigter professionelle Unterstützung und melden Sie sich bei uns – nicht, dass Sie am Ende doppelten Schaden erleiden. Wir schauen uns Ihren Fall persönlich an und die Anwälte der EAS beraten Sie individuell und kostenlos.