Ende Juni wurde bekannt, dass die Generali Versicherung und die Geschädigten ihrer fondsgebundenen Lebensversicherung mithilfe des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) einen Vergleich über 6,2 Millionen Euro geschlossen haben. Jedoch profitiert von diesem Vergleich nur eine der Parteien: die Generali Versicherung. Die Kundensteigen als Verlierer aus und der Öffentlichkeit werden wichtige Informationen vorenthalten. Was wird hier verschwiegen? Und warum?

Über 1.200 Geschädigte betreut die Erste Allgemeine Schadenshilfe (EAS) nun schon seit mehreren Monaten. Die Versicherungen versuchen alles, um nicht zahlen zu müssen, die EAS setzt sich intensiv für die Geschädigten ein: Und es geht voran. Über die Fortschritte gibt es hier nun ein Update:

Unfall, Burn-Out, Depressionen – körperliche und psychische Einschränkungen können jeden überraschend treffen. Das Leben steht Kopf. Manchmal so sehr, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Das Einkommen fehlt und der gewohnte Lebensstandard kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Um sich und seine Familie abzusichern, schließen viele eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Das nützt nur leider nichts, weiß die Erste Allgemeine Schadenshilfe (EAS) aus langjähriger Erfahrung. 

Das Eigenheim, in das man viel Energie, Zeit und vor allem Geld investiert hat, brennt ab – das ist wohl eines jener Szenarien, vor dem sich sicher jeder fürchtet. Genau deshalb schließen die meisten auch Versicherungen ab - um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. So auch Herr W. – gebracht hat es ihm aber nichts.

Als sich der Tiroler Herr W. 2012 entschied, sein Haus um ein weiteres Stockwerk zu erweitern, rief er seinen langjährigen Versicherungsagenten der Donau Versicherung AG an und bat um die „richtige“ Versicherung.

Die österreichischen Medien nehmen sich dem Thema Lebensversicherungen wieder an und berichten:

Vor ziemlich genau einem Jahr, haben die ersten Versicherungen Ihre Kunden mittels Schreiben informiert, dass diese mit ihren fondsgebundenen Lebensversicherungen voraussichtlich weniger herausbekommen, als sie tatsächlich einbezahlt haben.
Die EAS warnt bereits seit langem vor den versteckten Kosten und den falschen Versprechungen der Versicherungen – aus Versicherten wurden Geschädigte.

„Arglistige Irreführung“ der Versicherten

Zwischenzeitlich haben unsere Rechtsexperten unter der Leitung von Dr. Hans-Jörg Vogl einen beträchtlichen Teil der Geschädigten-Ansprüche evaluiert und sind laufend mit den Versicherungen in Austausch. Auch die bei Gericht verhandlungsfreie Zeit bis 25. August 2016 wird intensiv genutzt, um mit den Versicherungen in Kontakt zu treten und Lösungen für die Geschädigten auszuloten.

Stellen Sie sich vor, Sie zahlen an der Supermarktkasse und die freundliche Kassiererin gibt Ihnen – ohne, dass Sie es merken – zu wenig Wechselgeld raus. Erst Tage später bemerken Sie den Betrug, gehen zurück und reklamieren. Doch die Dame weigert sich, den Betrug zuzugeben. Sie geraten in Rage, drohen mit einer Anzeige und Klage. Doch seien Sie ehrlich: Ziehen Sie es wirklich in Betracht, den Rechtsweg zu wählen? Nein, denn die Aussicht auf einen langwierigen, kostenfressenden und risikoreichen Prozess schreckt Sie ab.

„Fondsgebundene Lebensversicherungen waren bereits von Anfang an völlig untauglich, je einen Gewinn zu erwirtschaften. Statt hoher Renditen werden satte Verluste eingefahren“, EAS (Erste Allgemeine Schadenshilfe).

Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen erhält der Versicherungsnehmer ein Fixum sowie einen variablen Anteil. Je höher die Vorkostenrendite ist, desto höher sind die Erfolgsbeteiligungen, welche den Ertrag wieder verringern:

Dass Rechtsstreitigkeiten vor Gericht mit Schwierigkeiten, Risiken, Kosten und oft jahrelanger Dauer verbunden sind, wissen die meisten Menschen.

Wie hoch aber die Kosten für einen Rechtsstreit mit Gerichtsgebühren, Sachverständiger- bzw. Gutachterkosten und ähnliches tatsächlich ausfallen, bedenken aber die Wenigsten. Und das, obwohl laut einer Forsa-Umfrage fast schon 60% der deutschen Bevölkerung schon mindestens einmal auf rechtliche Hilfe angewiesen war.